Wie wir in Krisenzeiten positiv bleiben und uns gut um uns kümmern

Wie wir in Krisenzeiten positiv bleiben und uns gut um uns kümmern

Die aktuelle Krise durch das Coronavirus stellt uns alle im Moment vor neue, ungewohnte Herausforderungen.
Läden, Clubs und Restaurants werden geschlossen, wir übernehmen Verantwortung und bleiben zuhause und vermeiden Sozialkontakte um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, die Schulen und Kindergärten sind geschlossen und viel Büroarbeit wird ins Homeoffice verschoben. Manche von uns sind infiziert und müssen in häuslicher Quarantäne bleiben. Andere leisten Überstunden um die Infrastruktur und das Gesundheitssystem aufrecht zu erhalten
Ich bin gerade sehr dankbar für alle diese Menschen im Gesundheitsdienst, der Verwaltung, im Einzelhandel, im Güterverkehr usw. die im Moment ihr Bestes geben um alles am Laufen zu halten.

In unserer Gesellschaft verändert sich der Lebensrhythmus und unser Lebensgefühl momentan drastisch, wir müssen lernen uns neu zu organisieren und uns umstellen auf eine andere Lebensweise.

Bei vielen von uns löst das Stress, Ängste, oder zumindest Besorgnis aus. Für Menschen, die sowieso unter Angsterkrankungen leiden, ist es besonders schlimm. Darum ist es gerade jetzt besonders wichtig, dass wir uns gut um uns selbst kümmern und vieleicht neue Möglichkeiten finden gut für uns selbst zu sorgen.

Was können wir also tun, um in diesen Zeiten körperlich und seelisch gesund zu bleiben? Ich habe mal ein paar Ideen gesammelt, die ich hier gerne mit Euch teilen möchte. Falls ihr noch mehr Ideen habt, schreibt sie gerne in die Kommentare – wir können gerade alle nur davon profitieren!

Für unsere seelische Gesundheit:

1. Erstmal – keine Panik.

Wer Douglas Adams‘ Buch „Per Anhalter durch die Galaxis“ gelesen hat, der kennt die wichtigste Regel: Don’t Panic.
Wenn du jemand bist, der eher ängstlich ist oder unter einer Angsterkrankung leidet, dann versuche, Dir selbst einen Gefallen zu tun und halte für ein Weilchen mehr Abstand zu Schlagzeilen und Nachrichten, oder beschränke Deinen Nachrichtenkonsum. Das Wichtigste erfährst Du sowieso.
Und auch sonst gilt – wenn Du merkst dass dich die tägliche Dosis Krisennachrichten seelisch belastet und nicht gut tut, dann nimm Abstand. Wenn es geht, tue etwas, das Dich runterbringt, das Dir Freude macht und Dir gut tut.

2. Finde neue Routinen

Gerade wenn Du jetzt zuhause bleiben willst oder musst, finde einen neuen geregelten Tagesablauf. Das ist wichtig, um nicht in ein Loch zu fallen – besonders für Leute, die anfällig für Depressionen sind.
Gewöhne Dir neue Routinen an und sorge auch für Deine Seele. Meditiere oder lies jeden Morgen oder Abend für eine gewisse Zeit.
Wenn Du Home Office machst, dann strukturiere Dir Deine Zeit – mache bewusst Mittagspause und Feierabend, so wie sonst auch. Wenn Du lernst, dann lege Dir Lernzeiten fest. Wir Menschen funktionieren besser mit gewissen Routinen und es tut unserer psychischen Gesundheit gut, welche zu haben.

3. Teile Deine Sorgen mit

Wenn Dich die aktuelle Situation sehr belastet, dann quäle Dich nicht damit rum. Werde Deine Sorgen und Gedanken los.
Du kannst das nur für Dich selbst tun, indem zu zum Beispiel ein Journal oder Tagebuch führst, wo Du reinschreibst, wie es Dir gerade geht. Aber um nicht in den Sorgen gefangen zu bleiben, schreibe am Schluss auch immer auf, was Gutes passiert ist und wofür du dankbar bist. Das können Menschen sein, mit denen Du ein gutes Gespräch hattest, ein schöner Sonnenuntergang, oder was auch immer… Hauptsache du endest mit etwas Gutem.
Rede auch mit anderen über Deine Gefühle – aber achte dabei darauf, dass ihr Eure Sorgen zwar teilt, aber Euch nicht gemeinsam reinsteigert, sondern auch ganz bewusst über schöne Sachen redet.
Wenn es Dir ganz mies geht, du jemanden zum Reden brauchst und niemanden hast, weil Du vielleicht in Quarantäne sitzt, dann gibt es auch immer noch die Telefonseelsorge und Online-Beratungsstellen.

4. Tue, was Dir gut tut und was Dir Freude macht

Finde Beschäftigungen, die Dir gut tun. Gerade, wenn Du jetzt viel zuhause bist und vielleicht nicht zu denen gehörst, deren Arbeitsleben durch Home Office noch erhalten bleibt, dann beschäftige Dich mit Sachen, die Dir gut tun und Dir einen Mehrwert bieten.
Vielleicht nutzt Du die Zeit für ein neues Projekt, oder etwas, was Du schon immer mal machen wolltest. Um eine Fremdsprache zu lernen, etwas zu nähen, die Wohnung umzudekorieren oder einfach nur mal gründlich aufzuräumen. Denn Ordnung sorgt ja auch für Klarheit im Kopf.

5. Bleibe in Kontakt – auch ohne die anderen direkt zu treffen

Sozialkontakte pflegen ist wichtig für uns Menschen. Deshalb ist es wichtig, das wir uns austauschen, miteinander reden und füreinander da sind.
Zum Glück müssen wir dafür nicht heutzutage nicht mehr unbedingt auf engem Raum zusammensitzen. Wir können auch ohne Besuche und gemeinsames Essen im Restaurant oder die Party am Wochenende Zeit miteinander verbringen und uns gegenseitig unterstützen. Nicht nur mit e-mail und Telefon, sondern auch mit Messengerdiensten, Sprachnachrichten, Videos, über Webcam-Chats und so vieles mehr. Allein sein muss nicht heißen, einsam zu sein.
Und vielleicht hast Du ja auch Lust, mal wieder jemandem einen lieben Brief zu schreiben – so ganz altmodisch per Post?

Für unsere körperliche Gesundheit:

6. Wahre die „soziale Distanz“

In Deutschland haben wir bisher noch keine Ausgangssperre, und dafür können wir dankbar sein. Trotzdem ist es besser, möglichst zuhause zu bleiben. Wenn ihr rausgeht, dann geht lieber in die Natur als in enge Räume und bleibt wirklich auf Abstand von anderen Menschen, mit denen ihr nicht sowieso in einem Haushalt lebt. Wir sollen ja 2 Meter Abstand halten – zur Verdeutlichung: das sind mindestens 3 Armlängen, also so, das bei ausgestreckten Armen noch gut Platz dazwischen ist.

7. Ernähre Dich gesund

Achtet auf eine gesunde Ernährung und esst viel frisches Obst und Gemüse. Esst euer Grünzeug!
Achtet darauf, ausreichend zu trinken. Wasser ist gut, oder auch Tees, vor allem Früchte- und Kräutertees, wenn euch Wasser zu langweilig schmeckt. Ich mag Wasser nicht so gerne pur, darum aromatisiere ich es mir gerne mit Gurkenscheiben oder gefrorenen Früchten.

8. Genieße Sonne und frische Luft

Sonnenschein und frische Luft sind gut für unser Immunsystem. Also nutzt die Möglichkeit raus zu gehen, wenn ihr sie noch habt und macht Spaziergänge oder Wanderungen abseits der vielen Menschen. Oder nutzt euren Balkon oder euren Garten, wenn ihr nicht rauswollt oder könnt. Oder macht die Fenster auf.
Mein Mann arbeitet jetzt wegen der Corona-Krise ebenfalls im Home Office (ich arbeite ja sowieso von Zuhause) und wir nutzen jetzt bei schönem Wetter auch gerne den Balkon um mit dem Laptop draußen zu arbeiten.

9. Sorge für Bewegung – auch zuhause

Auch wenn alle Fitness-Studios gerade geschlossen haben, heißt das nicht, dass Du nichts machen kannst. Schnapp Dir eine Matte oder ein Badehandtuch, mach dir YouTube an und leg mit dem Training los. Ob Yoga, Zumba oder Krafttraining mit dem eigenen Körpergewicht oder Wasserflaschen, im Internet findest Du reichlich Anregungen für Workouts zuhause.

Ihr seht, es gibt so vieles, was wir tun können um in diesen schwierigen Zeiten gesund zu bleiben, das Leben trotzdem zu genießen und ein positives Mindset zu bewahren.
Deshalb – unterschätzt die Lage nicht, schützt Euch und Eure Lieben und vermeidet Sozialkontakte, damit unser Gesundheitssystem genug Zeit hat, mit der Lage fertig zu werden – aber versucht, trotz aller Veränderungen eure Lebensfreude und Eure positive Lebenseinstellung zu bewahren.

Sorgt gut für Euch selbst und bleibt gesund!
Alles Liebe, Eure Thea

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